Sinusfunktion verstehen

Amplitude, Periode und Verschiebungen richtig ablesen

Wir verwenden die Standardform f(x) = a · sin(b · (x − c)) + d. Dadurch ist eindeutig, welcher Parameter welche Eigenschaft verändert.

Die Grundfunktion

f(x) = sin(x)

Die Grundfunktion schwingt zwischen −1 und 1. Ihre Amplitude beträgt 1, die Mittellinie ist die x-Achse und die Periodenlänge beträgt .

Die vier Parameter

a: Amplitude
Die Amplitude ist |a|. Ein negatives a spiegelt den Graphen an seiner Mittellinie.
b: Periodenfaktor
Die Periodenlänge lautet T = 2π / |b|.
c: horizontale Verschiebung
Der Ausdruck (x − c) verschiebt den Graphen um c nach rechts.
d: vertikale Verschiebung
Die Mittellinie lautet y = d.
Beispiel

f(x) = 3 · sin((π/6) · (x − 3)) − 2 untersuchen

Wir bestimmen jede Eigenschaft in einem eigenen Schritt.

  1. Amplitude bestimmen: a = 3, also beträgt die Amplitude 3.
  2. Periodenlänge berechnen: b = π/6. Damit gilt T = 2π ÷ (π/6) = 12.
  3. Horizontale Verschiebung ablesen: Wegen (x − 3) ist der Graph um 3 Einheiten nach rechts verschoben.
  4. Mittellinie und Wertebereich bestimmen: d = −2. Die Mittellinie ist y = −2, der Wertebereich reicht von −5 bis 1.

Charakteristische Punkte

Bei x = c durchläuft die Kurve ihre Mittellinie ansteigend. Ein Viertel der Periode später liegt ein Hochpunkt, nach einer weiteren halben Periode ein Tiefpunkt.

Mittellinie → Hochpunkt → Mittellinie → Tiefpunkt → Mittellinie

Häufige Fehler

  • b ist nicht die Periodenlänge; es gilt T = 2π/|b|.
  • Die Amplitude lautet |a| und ist niemals negativ.
  • Die Klammer entscheidet über die horizontale Verschiebung.
  • Der Wertebereich lautet [d − |a|; d + |a|].
Nächster Schritt: Stelle das Beispiel in der interaktiven Sinus-App ein oder entwickle in der Modellierungs-App eine Funktion aus realen Eckwerten.